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Das Verhör

Aktualisiert: 31. Aug. 2020

Jessica erhält Besuch von einem Politiker, der trotz geltendem Verbot um ein Spiel bittet. Es soll Zeigen, dass Sicherheit auch in Coronazeiten möglich ist.


Das Verhör Es war Freitag und der Tag zog sich schleppend dahin. Es gab Einschränkungen, aber es hatte sich schon etwas entspannt. Jessica betrat ihren Laden, in dem derzeit Betriebsverbot herrschte. Wie lange noch? Hygienekonzept hin oder her. Die Landesregierung musste endlich entscheiden. Und bis dahin, gab es weder Kunden oder Einnahmen. Jessi setzte sich an den PC und startete eine Datei mit Rechnungen. Die hatten sich in den letzten Monaten gehäuft, aber von Kohle keine Spur. Und nun? Es klingelte an der Tür und sie ging zur Gegensprechanlage: “Hallo.” “Ja hier ist Herr … von der … . Sie haben mich neulich eingeladen, nochmal vorbei zu kommen.” Jessi verdrehte die Augen. Sie hatte vor einer Weile Vertreter der Hamburger Politik zu Gast, die sich über Coronaregeln in Bordellen bei ihr informiert hatten. Und da hatte sie eine Einladung als rhetorische Aufforderung ausgesprochen, sie im Dominastudio zu besuchen. Jetzt war der Betrieb von Studios zwar immer noch verboten, und doch stand dieser Typ von der einen Bürgerschaft vor der Tür. Was tun? Sie bediente den Summer und kurze Zeit später klingelte es erneut. Sie trat zur Tür und öffnete. Der Typ, den sie von der Veranstaltung kannte, stand vor der Tür. Sie grinste ihn an: “Na, besteht das parteiliche Bedürfnis, für die Politik, ausgepeitscht zu werden.” “Nein, nur für mich persönlich.” Jessia winkte. “Kommen Sie rein.” Er folgte ihr ins Innere der Wohnung. Sie setzten sich in das Rosa Zimmer und sie fragte, ob sie ihm was anbieten könne. “Ja, vielleicht eine Cola light.” “Zero?” “Ja gerne.” Sie verschwand kurz und kam mit zwei kleinen Fläschen und zwei Gläsern wieder. “Bitte entschuldigen Sie, ich habe nicht mit Besuch gerechnet.” Den Nachsatz „Ist ja auch verboten.“, schenkte sie sich. “Schön, dass Sie da sind. Ich dachte, ich versuch es einfach mal.” “Und warum rufen Sie nicht an, wie andere Kunden auch?” Er verzog das Gesicht. “Sie wissen doch, wie das ist. Da muss vieles spontan passieren.” Jessi grinste ihn an. “Geben Sie zu. Das Diensthandy dürfen Sie für sowas nicht nutzen, und ihr privates Handy kontrolliert zu Hause ihre Frau.” “Sie haben es voll erfasst.” “Wenn Sie so eine dominate Frau haben, warum kommen Sie dann zu mir?” “Kontrollsucht heißt nicht unbedingt dominat.” Jessica musste grinsen. “Das stimmt allerdings.” “Ich werde Sie nicht berühren. ich möchte keinen Ärger bekommen. Ist das für unser Gespräch ok?” Das Wort Gespräch betonte sie in besonderer Weise. “Und wenn ich körperlich gezüchtigt werden möchte?” “Dann müssen Sie die Landesregierung dazu bringen, das Verbot aufzuheben. Er nickte. “Gucken wir mal.” “In Berlin funktioniert das doch auch.” Jessica nahm sich eine Gerte vom Schrank und schnippte damit umher. “Weiß ihre Frau, dass sie diese Gedanken haben?” “Nein.” “Und weiß das jemand aus der Partei?” “Wieso sollte es?” “Ich frag ja nur.” “Wie stellen Sie sich denn das ganze vor?” “Demütigen Sie mich?” “Können Sie das nicht am besten selbst? Haben Sie sich mal reden hören in der Bürgerschaft?” “Jetzt werden Sie aber gemein!” “Und jammern tun Sie auch noch.” Ein Lächeln umspielte ihre Lippen. “Ziehen Sie Ihr Jacket aus!! Der Rest bleibt an!” Der Politiker gehorchte. Er legte das Kleidungsstück über die Stuhllehne. “Und jetzt?” “Jetzt haben wir das Problem, dass es nicht nach Dienstleistung aussehen darf, sonst ist das nämlich verboten, und wie ich befürchte, schicken Sie mir dann die Polizei auf den Hals.” “Sowas würde ich nie tun.” Sie schaute ihn an. Ihr Gesicht verzog sich. “Ich glaube, aus Gründen der Diskretion werde ich Dich Björn nennen.” “Das klingt gut.” “Wenn überhaupt.” “Was soll denn das heißen?” Jessica schaute ihn an. “Das soll heißen, dass Du kleiner Versager möglicherweise gar keinen Namen brauchst.” “Und wenn ich darum bitte?” Jessica lächelte ihn an. “Es gibt nur einen Namen, der wichtig ist. Das ist meiner. Herrin Jessica. Einen anderen Namen, kannst Du Dir für die nächste Stunde aus dem Kopf schlagen. Vorausgesetzt, Du erweist mir auch einen gewissen Respekt.” Sie machte eine Bewegung ihrer Finger, was ein klares Zeichen war. Er nickte und zog sein Portemonnaie. “Keine Berührungen!” Die beiden schauten sich an. “Und wie soll das jetzt ablaufen?” “Glaubst Du, ich habe keine Phantasie? “Das habe ich nicht gesagt.” “Aber gedacht.” Er verzog den Mund. “Ich bin…” “Nie um eine Ausrede verlegen.” Er zog das Maul schief. “Das ist wahr.” Jessica schaute ihn an. “Ich hoffe, Du hast nicht daran gezweifelt.” “Wie könnte ich?” Ihr Mund verzog sich. “Ich werde mir etwas anderes anziehen. Du darfst Dich dort hinsetzen und darüber nachdenken, warum es wichtig sein könnte, mir heute die richtigen Antworten zu geben.” Jessica stand auf und verließ den Raum. Als sie ihn erneut betrat, hatte sie sich in eine Lederkleid gezwängt. “Hinreißend.”, schoss es dem Mannne durch den Kopf. Oder etwas ähnliches, denn seine Augen schienen sie zu verspeisen. Sie bemerkte es und nickte ihm zu. “Ich glaube, wir werden uns verstehen.” Sie ging auf ihn zu. “Setz Dich dort an den Tisch!” Sie deutete auf eine Schulbank, die in der Ecke des Raumes stand. Er gehorchte. Sie schlenderte zu einem Pult und holte einen Stift und einen Schreibblock hervor. Sie reichte es ihm. “Ich soll vernünftige Politik für Hamburg machen.” Er blickte sie an. “Ja, natürlich. Das ist doch selbstverständlich.” “Aufschreiben!” Sie hatte plötzlich einen Rohrstock in der Hand. “In Sonntagsblockschrift.” Er nickte, als sie ihm Schreiber und Blatt hinschob. Er griff nach dem Stift. Schaute sie wieder an. “Ich sagte aufschreiben!” Sie trat hinter ihn und bediente einen Schalter an der Rücklehne des Stuhls. “Das ist mein Schwitzstuhl”, meinte sie mit einem bösen Lächeln. Normalerweise brate ich darauf meine Gäste nackt, aber in Deinem Fall mache ich mal eine Ausnahme. Was tut man nicht alles, damit die Politik versteht.” “Ich kann auch nur Anträge stellen und meine Bestrebungen erklären. Entscheiden tut dann die Mehrheit. So ist das in der Demokratie.” “So, meinst Du? Das mag bei Euch so sein, mein lieber Björn, aber bei mir wird gemacht, was ich sage. Fang an zu schreiben!” Während er den Stift ansetzte und die ersten Worte schrieb, sah Jessi, wie sich sein Rücken bewegte. Sie selbst ging zum Stuhl und berührte die Sitzfläche, ohne ihn zu berühren. Ja, sie wurde warm. Ausgezeichnet. Draußen waren es 30 Grad, und er saß jetzt auf der heißer werdenden Platte. Sie war so nett gewesen, dass er sich das Jacket hatte ausziehen dürfen. Sie trat um den Tisch herum und betrachtete seine Worte. ICH SOLL VERNÜNFTIGE POLITIK FÜR HAMBURG MACHEN. “Sehr schön.” Sie schritt vom Tisch und schlenderte zu einem Schrank, dem sie etwas entnahm. Es war das Bild einer Frau. Sie mochte etwa 50 Jahre alt sein, wie der Mann. Sie schlenderte zu ihm zurück. “Eine hübsche Frau haben Sie.” Er antwortete nicht, sondern schrieb weiter. “Es war nicht leicht, sie zu fassen. Aber es ist uns gelungen. Schreib schön weiter: ICH SOLL VERNÜNFTIGE POLITIK FÜR HAMBURG MACHEN. Ja, so machst Du das gut. Und wenn Du das wirklich tust, dann wird ihr auch nichts passieren.” “Was habt Ihr mit ihr gemacht?”, stieg er auf das Spiel ein. “Das werden wir in den nächsten Minuten erörtern.” “Was heißt eigentlich vernünftig?”, fragte er, während er kurz innehielt. “Nun, das liegt ein bisschen im Auge des Betrachters.” Sie schlenderte zu einem Bildschirm hinüber und schaltete ihn an. Auf dem Bild erschien eine Frau. Sie war gefesselt, saß auf einem Stuhl. Sie blickte in die Kamera. “Betty?”, entfuhr es ihm. Jessi musste innerlich schmunzeln. War ihm kein anderer Name eingefallen? Aber ok. Annehmen. “Ja Betty. Die Aufnahme ist eine Stunde alt.” “Wo ist das?” Die Frau blickte nicht direkt in die Kamera, aber in die Richtung. Man hätte es gesehen. Dann erschien Jessi neben ihr. “Schön, dass Du heute mein Gast bist. Dein Ehemann wird sich wohl fragen, wo Du bist.” “Ja, das stimmt.”, meinte die Frau. “Hast Du eine Nachricht für ihn?” “Björn, ich liebe Dich.” Der Angesprochene gab ein Stöhnen von sich. Ob es auch damit zu tun hatte, dass sein Sitzplatz wärmer wurde, war für Jessi nicht eindeutig zu erkennen. “Schön weiterschreiben!”, befahl sie. “Das klingt total echt.” Jessi überlegte, ob sie kurz die Augen verdrehen sollte, entschied sich aber dagegen. Nein, das war Teil des Spiels.” “Denkst Du etwa ich blöffe mein lieber Björn?” Der Bildschirm zeigte das Bild der Frauen und wurde dann schwarz. “Was haben Sie mit ihr gemacht?” Herrin Jessi schaute ihn unverwandt an. “Sie braucht Dir nicht leid tun, sie hat es genossen.” Ein böses Lächeln zeigte sich auf ihrem Gesicht. “Wirklich. Sie hat vor Begeisterung geschien.” Er ließ den Stift fallen, was Herrin Jessica mit einem “Tzt” kommentierte. “Ich glaube nicht, dass Du Dich auch nur vom Stuhl erheben solltest, wenn Dir ihr Leben lieb ist.” Sie trat um ihn herum. Der Stock berührte seine Schulter. “Niemand außer mir weiß, wo sie ist.” Ihr Mund näherte sich seinem Ohr, ohne ihn zu berühren. “Und glaube nicht, nur weil Du stärker bist als ich, könntest Du mich dazu bringen, sie freizulassen.” Sie berührte die Platte unter seinem Arsch, die schon verdammt warm war. “Wenn ich hier nicht zeitig raus bin, wird das Zimmer indem sie sich befindet mit Co2 geflutet, so dass sie ganz langsam wegdämmert.” Er riß die Augen auf. “Nein.” “Schön weiter schreiben. ICH SOLL VERNÜNFTIGE POLITIK FÜR HAMBURG MACHEN. Sehr schön.” Seine Hand begann zu zittern. Es fiel ihm schwer, sich bei diesem Gedankenspiel auf das Schreiben zu konzentrieren. Aber es gelang ihm doch.” Jessica trat zu einem Schrank und öffnete ihn. Sie holte daraus ein paar Handschuhe heraus. Es waren lange grüne, die sie sich überstreifte. “Was macht das Schreiben?”, erkundigte sie sich. Björn stöhnte. “ICH SOLL VERNÜNFTIGE POLITIK FÜR HAMBURG MACHEN.” Sie lächelte und trat zu ihm. Sie ging neben dem Stuhl in die Knie und öffnete mit einer Hand seine Hose. Diese fuhr hinein bis zu seinem besten Stück. “ICH SOLL VERNÜNFTIGE POLITIK FÜR HAMBURG MACHEN.” Was anfangs klein war, richtete sich schnell auf, wie Herrin Jessi zu ihrer Freude feststellte. Sie ließ den Schwanz wieder los. “Er ist nicht der Rede Wert. Warum mache ich mir eigentlich die Mühe mit so einem verkommenden Subjekt?” “Das weiß ich nicht.” Er schaute sie an. “Ich weiß nicht, ob sich das wirklich für Deinen politischen Gegner lohnt. Lieber Björn. Ich meine, dass ist immerhin Anstifftung zur Nötigung und Freihheitsberaubung. Und das alles nur, weil sie dich nicht mögen. Es hätte jeder gewöhnliche Auftragskiller sein können. Aber nein, sie wollten eine Sadistin. Was hast Du nur für politische Gegner?” “Ich bin auch regelrecht davon entsetzt.” “Das kannst Du auch. Aber es ist ihnen doch hoch anzurechnen, dass sie Dich nicht töten wollen. Oder” Auf diese rhetorische Frage antwortete er nicht. “Was hast Du eigentlich ausgefressen?” “Ich habe gar nichts ausgefressen?” “Nun, so ganz ohne Grund beauftragt man mich nicht, mich unliebsamen Personen anzunehmen.” Sie grinste ihn böse an. Und ich kann sehr überzeugend sein. “Warum hast Du mich eigentlich nicht gefesselt.” “Warum sollte ich. Es reicht, wenn Dein Weib gefesselt ist. Aber vielleicht bist Du das ja, und hast es bisher noch gar nicht bemerkt. Ich habe Dir vorhin ein kleines Gift gespritzt. Das solltst Du allmählich spüren. Dein Arsch müsste immer wärmer werden.” “Das ist die Sitzfläche.” “Bist Du Dir sicher? Ich glaube, es ist eher das Gift, was anfängt zu wirken. Und das Gift hat noch eine andere Wirkung.” Er schaute sie verblüfft an. “Du meist vielleicht Deine Gliedmaßen zu spüren, aber in Wirklichkeit haben sie Deinen Einflussbereich bereits verlassen. Selbst wenn Du sie bewegen wolltest,  würde es Dir nicht gelingen. Dein Gehirn würde Dir nur vorspielen, Du könntest sie bewegen. In Wirklichkeit ist das nicht mehr der Fall. Deine Finger können nur noch die Worte schreiben, die ich Dir diktiere: ICH SOLL VERNÜNFTIGE POLITIK FÜR HAMBURG MACHEN.” Sie wartete, bis er die Zeile zuende geschrieben hatte. “Ich liebe es, wenn Du so hilflos folgen musst.” Sie lächelte ihn an. Dann griff sie mit der Hand in seine Hose. “Wollen wir noch mal Dein Weib anschauen?” Ohne eine Antwort abzuwarten, schnappte sie die Fernbedienung und schaltete den TV an. Erneut erschien die Frau. Betty. Erneut stöhnte sie. Betty war gefesselt, saß auf einem Bock. Ihre Hände waren auf den Rücken gebunden. Herr Jessica deutete in ihre Richtung. “Das ist live. Sie ist unten im Keller. Und ich werde sie gleich besuchen, und ihr ein bisschen weh tun.” Björn atmete schwer. Seine Gliedmaße zuckte, bewegte sich aber nicht. Jessica lächelte. Ihre Handschuhe berührten seine Hand. “Sehr schön, dass Du es probierst, und feststellst, dass es nicht funktioniert. Du kannst nur Schreiben, weil es mein Befehl ist. Ich finde diese Droge ja umwerfend, die dem Körper den eigenen Willen entzieht, und einem anderen unterstellt. Schreib schön weiter mein Kleiner.” Er folgte ihrem Befehl. “Sowas zu entwickeln ist einfach super.” Es war etwas paradox, aber Jessica sah, dass er von ihrer Idee grinsen musste. Oder war es gar nicht ihre Idee und der Grund für sein Grinsen und war es nur, weil sie grinste. Hätte ein Außerenstehender gesehen, ob das echt war? Stand er wirklich unter Drogen, oder war dieses noch ein Spiel mit einer Domina? Unser Fachmann wusste, dass es Mittel gab, um jemandem vor zu machen, was immer man wollte. War man erst im Einfluss von Drogen, konnte einem alles eingeredet werden. Aber war das hier der Fall? Er glaubte nein, aber konnte er sich dessen sicher sein? Was war Einbildung, was real.  Das einzige, was seine Glieder fertig brachten war das Schreiben der Buchstaben. ICH SOLL VERNÜNFTIGE POLITIK FÜR HAMBURG MACHEN. Wenn das Blatt voll war, legte sie ihm ein neues hin. “Du hast Deine Frau sicher lieb.”, fragte sie ihn und berührte seine Hose von außen. “Ich glaube, Du wirst ihre Schreie genießen. Ich kann es gar nicht abwarten, ihr zu zeigen, wie wichtig es die politischen Gegner ihres Mannes finden, ihn zu brechen.” Sie strich mit dem Handschuhe über seine Wange. Ihre Finger öffneten seinen Mund und drangen leicht hinein. “Und ich glaube, zum Brechen von Leuten bin ich gut ausgebildet.” Ihre Hände verließen sein Gesicht. “Ich glaube, ich werde mal zu Deiner liebsten gehen. Bleib schön hier sitzen. Ich habe Kameras hier im Raum, und sei Dir sicher, ich beobachte Dich. Solltest Du es wieder erwarten schaffen, aufzustehen, werde ich Deiner Frau weh tun. Ich glaube, dass wirst Du nur einmal probieren.” Er nickte und sie verließ ihn. Seine Hand zögerte auf dem Papier, als er sah, wie Herrin Jessica auf dem Bildschirm, der wieder angegangen war zu seiner Frau trat. Er ließ den Schreiber fallen, als er sah, wie sie ihr eine Ohrfeige gab. Sein Körper kämpfte sich hoch. Er konnte nicht sitzen bleiben. Nein, er sprang zu Tür, als aus dem TV ein markerschütternder Schrei kam. Die Tür war verschlosssen. Er hatte sie beim Eintreten gesehen. Jeder Versuch, sie von innen aufzubrechen, war hoffnungslos.” Das Bild erlösch auf dem TV. Er hörte, wie die Frau zu schreien anfing. Es war herzzerreißend. Dann hörte er Herrin Jessicas Stimme. “Sag Deinem Mann, dass er auf seinen Platz zurück gehen soll. Sag ihm, er soll das tun, was ich sage. Und sollte er meinen, dass er mich angreifen will, sei Dir gewiss. Dann drücke ich dieses Teil, und die Ampulle entläd sich in Deine Ader.” Das Bild ging wieder an. Jessica deutete auf eine Kanüle in der Hand der Frau. Das Bild wurde schwarz. Langsam ging unser Mann zu seinem Stuhl. Sein Kopf war gesenkt. Seine Glieder waren jetzt schlaff. “Ich will, dass Du weiter schreibst.”, hörte er die Stimme Herrin Jessicas. Seine Finger bewegten sich über das Papier: “ICH SOLL VERNÜNFTIGE POLITIK FÜR HAMBURG MACHEN.” Warauf hatte er sich eingelassen? Er war sich sicher, dass alles mit ihm in Ordnung war, aber konnte er sich sicher sein, dass es nicht stimmte, was Herrin Jessica da für ihn spielte. Was war, wenn er sich nur einbildete, das zu erleben, was er meinte zu tun. Konnte das sein? Im Horrorfilm war das immer anderrum. Da stellte sich heraus, dass alles nur Einbildung war. Konnte er dessen sicher sein? Die Show war überzeugend. Konnte er sicher sein, dass es eine Show war? Was machte ihn sicher? Das er sich bewegen konnte? Wenn er den Worten Herrin Jessicas glaubte, bildete er sich dieses ja nur ein. Aber konnte er sich nur so täuschen? Er konnte seinen Sinnen nur vertrauen. Aber was war hier echt, und was nicht? Er versuchte seine Hände vom Schreiben abzubringen, was er wieder fast automatisch begonnen hatte. Warum? Er ließ den Stift fallen, worauf sich zwei heiße Drähte auf dem Stuhl durch seine Hose fraßt. Die Sitzfläche war schon warm gewesen, aber der Draht, den er nicht sah, versenkte ihm die Haut und ließ ihn aufspringen. “Setz Dich wieder hin und nimm den Schreiber in die Hand!” , hörte er Herrin Jessicas Stimme. Ein Quällaut war zu hören.” Er ließ sich auf den Stuhl fallen. Die Tür ging auf und Herrin Jessica trat ein. Sie schländerte zu seinem Stuhl und legte ihm den Handschuh um die Schulter. Ihre andere Hand legte sich um sein Kinn. “Du solltest besser tun, was ich Dir sage. Und keine falschen Spielchen.” “Du erhältst heute Abend einen Brief per Boten. Ich will, dass Du über das Angebot nachdenkst. Deine Frau wird gerade von meinen Freunden in ein anderes Verlies gebracht. Ich rate Dir, nicht die Bullen zu informieren. Zumindestens haben mir das Deine Freunde aus der Politik gesagt. Und wenn das schon Politiker sagen, die mit den öffentlichen Strukturen vertraut sind, nunja. Ich will dazu nichts sagen. Das ist nicht meine Baustelle.“ Sie blickten sich an. Das Spiel war vorbei. „So, jetzt gibts das Gegenmittel.” Sein Nacken spürte ein kleiner Piks. Sie reichte ihm ihre Hand zum Kuss. “Warte hier!” befahl sie. Sie verschwand und betrat kurz darauf mit einer Frau an ihrer Seite den Raum. Es war Betty und sie trug die Sachen, die Björn vorhin an ihr gesehen hatte. Jessi grinste ihn an. “War das echt? Hast Du parallel?” Björn war sichtlich verwirrt. “Wir machen gerade Hörstücke zusammen und der Film ist aus dem Januar. Vor dem Lockdown und Corona.” “Ich wollte das ganze gerade schneiden, als Du kamst.” “Ich beiden seit Spitze!” “Dankeschön. Lieben Gruß an die Fraktion. Und wir erwarten, dass Ihr Euch für uns einsetzt.”

 
 
 

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