Ein Telefonat
Ein Telefonat
Mein Telefon klingelte und ich nahm ab. „Nanu, wer ruft denn da auf Festnetz an.“ „Hi Jessi“, hörte ich eine mir wohlvertraute Stimme. „Na, darf ich schon mit Retour rechnen, oder hast Du noch nicht die Nase voll von ihr?“ Ich sah Lenas Grinsen durch die Telefonwellen. „Nana, ich wollte mich nur bei Dir erkundigen, wie Du mit ihrem Ungehorsam umgegangen bist?“ „Freya ungehorsam? Das würde mich wundern“, hakte ich ein. „Das kann ich mir so gar nicht vorstellen.“, log ich. Obwohl, doch eigentlich war es tatsächlich gelogen, denn Freya war bei mir sehr folgsam. Ich hörte Lena einen Laut aussprechen, der nach Anstrengung klang. Die Stimme war leiser, als wenn sie das Telefon vom Ohr nahm. Ich hörte einen Tritt oder Schlag und vernahm ein Geräusch von Freya, dass ich nicht hatte hören wollen. „Die jammert, wenn man sie anfasst, daher habe ich beschlossen, sie zu treten, wenn sie nicht spurt. Heute Nacht werde ich sie an die Kette legen, damit sie weiß, wie hier der Hase läuft." Sie hielt einen Moment inne und wechselte dann abrupt das Thema. Sie nannte mir einen Namen. „Wir haben nächste Woche einen gemeinsamen Termin bei diesem widerlichen Richter, Du weißt, wen ich meine. Ich habe das Gefühl, ich brauche was gegen die beiden in der Hand.“ Ich hörte erneut einen Tritt und ein Quieken und ein „Beweg Dich endlich, da und da….“, und sah Freya, wie sie litt, aber ich konnte nichts mehr für sie tun. „Reicht Dir was pikantes oder sollen wir was bauen?“, fragte ich geschäftsmäßig. „Irgendwas womit man ihn etwas kitzeln kann. Auseinandernehmen werde ich ihn später.“ „Liegt heute Nachmittag auf Deinem Schreibtisch.“ Ich hörte, wie Lenas Stimme spannte, einen Moment waren Nebengeräusche zu hören. „Wenn ich Deinen Kopf in den Eimer stecken will, hast Du Dich nicht zu wehren, haben wir uns verstanden?“ Sie machte eine kurze Pause. „Tut mir leid Jessi, ich muss gerade etwas Erziehung ausführen, wir hören uns später.“ „Ciao.“ „Bye.“„Ob Freya das gewollt hatte, aber neue Besen kehren gut.“Ich blickte zu Lui, der mir zu Füßen saß. „Ich werde den Besen gleich zweckentfremden, auf Deinem Hintern.“ „Der ist viel zu unhandlich.“
quod erat demonstrandum



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