SMJG und die Folgen bzw der faule Apfel.
- Jessi Lui

- vor 1 Tag
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SMJG und die Folgen bzw der faule Apfel.
Ich verließ das Haus. Hinter mir folgte eine Frau, die ich seit acht Jahren kannte. Sie hatte sich in ihrer Jugend für BDSM interessiert, lange bevor sie wusste, was das eigentlich ist. Mit ihrer Freundin Emma hatte sie damals Dinge ausprobiert und war über ein Forum für Erwachsene an den SMJG gelangt, wo sie die Dinge fand, die ihr mit 16 vorher nicht vermittelt wurden. Dort lernte sie mit Emma, ihrer Freundin und Spielpartnerin das kennen, was Freya heute liebt. Emma wollte ihren Fokus ändern und so führte sie Freya an ihrem 18. Geburtstag zu mir in meinen Club. Ich nahm Freya fortan unter meine Fittiche und sie wurde Teil der JKC, der Jessica-King-Cooperation. Das ist meine Firma und Freya ist mit 19 bei uns eingezogen, zu mir und meinem Narren.
Heute war ihr großer Tag, denn mit dem Beginn des Studiums hatten wir einen Vertrag geschlossen, der bis zum heutigen Tag gelten sollte, wenn sie denn heute die Prüfung bestehen sollte.
Die letzten Jahre hatte Freya bei Lena ihr Referendariat gemacht, und stand nun unmittelbar vor der Prüfung.
Freya folgte mir. Ihre Hände und Füße waren aneinander gekettet und ich führte sie bis in einen Nebenraum, wo sie sie an einen Tisch festkettete. Sie erhielt die Aufgabe und Vorbereitungszeit und wurde dann zu mir geführt, wo ich ihr direkt vor dem Prüfungsraum die Fesseln abnahm. Sie betrat den Raum und die Tür schloss sich. Ich blieb auf der Bank vor dem Raum zurück.Ich dachte über diese Frau nach. Ich dachte daran, wie ich von ihr im ersten Moment fasziniert war. Ich dachte daran, als sie eine Sklavin wurde und wie Lui geschaut hatte, als ich ihm verkündete, dass Freya zukünftig bei uns wohnen würde. Ich dachte daran, dass ich sie zu dem gemacht hatte, was sie war und auch dass sie mich geheilt hatte.
Freya saß in ihrer Prüfungsvorbereitung und ich dachte über unser gemeinsames Leben nach. Acht Jahre kannte ich sie, sieben davon war sie meine Sklavin. 7 Years a Slaves. Nein, der Filmtitel war anders, es waren dort zwölf Jahre gewesen, aber doch eine lange Zeit. Ich hatte eine kleine Sub geformt und ich musste lächeln, wenn ich an meine eigene Lehrerin dachte: Sei nicht so streng mit Deiner Schülerin, hatte sie gesagt. Ich versuchte in mich zu blicken und schaute, ob ich dem gerecht geworden war. Die Tür ging auf, ich trat zu ihr und löste die Fußfessel. Wortlos blieb Freya sitzen, während ich mich entfernte.Freya trat aus dem Raum. Das Personal hatte sie am Arm gefasst und wollte sie direkt mitnehmen, als sie mir einen Blick zuwarf. Ich hob die Hand. Sie stoppten und ich trat zu Freya. Ich fasste ihren Nacken und gab ihr einen kurzen Kuss auf den Mund: „Zeig es ihnen!“ „Jawohl Herrin.“ Sie verschwand im Raum, die Tür schloss sich.
Ich saß da und wusste nicht recht, ob ich lachen oder weinen sollte. Es war ein langer Gang und eine Person war zu hören. Als sie näher kam, erkannte ich Lena, eine Freundin und die Anwältin, bei der Freya ihr Referendariat gemacht hatte und der Ort, wo sie zukünftig arbeiten sollte. Lena setzte sich fast wortlos neben mich. Wir schwiegen. Sie zog zwei Äpfel aus der Tasche und bot mir einen an. „Nein, danke.“ Sie führte den einen Apfel zu Mund und biss herzhaft hinein. Der Saft floss an ihrem Mund und an ihren Lippen entlang. Wir blieben stumm. Als der Griebsch übrig blieb, warf sie ihn in den Mülleimer neben der Bank. Wir schwiegen. Drinnen waren Stimmen zu hören. „Meinst Du, es fällt ihr schwer?“ „Bei der Lehrerin?“ Lena grinste bei meiner Antwort und holte eine Tüte mit etwas hervor und hielt sie mir hin. „Was ist das?“ „Mandeln.“ Ein Lächeln umspielte ihre Lippen. „Ich weiß, dass Du sie magst.“ Nein Lena, ich lass mich nicht von Dir provozieren. Ich sah sie kurz an und griff dann in die Tüte. Ich nahm sie mit einem Happs in den Mund und zerkaute sie.
Die Tür öffnete sich und Freya trat heraus. Sie war blass. Sie trat zu mir, ließ sich von mir Handschellen anlegen und wurde dann in den Nebenraum gebracht. „Was hast Du für ein Gefühl?“ Ich schaute Lena an. „Ich weiß nicht, mich zerreißt es gerade und wenn Du ihr das Herz brichst, brech ich Dir Deines!“ „Verlass Dich auf mich Kleine Jessi.“ Lena stand auf und trat zum Fenster.
Freya kam von Leuten geführt an mir vorbei. Sie war fast vorbei, drehte sich dann um und kam zu mir. Ihre Lippen berührten die Meinen. „Toda … Todal super, dass ich bei Dir wohnen durfte.“ Ich drückte sie an mich, hätte sie fast zerquetscht. Ich löste mich von ihr. „Jetzt hol Dir Deinen Abschluss.“ Freya verschwand im Raum. Es wurde still. Lena und ich blickten uns an. Die Sekunden vergingen. Zäh, ich zählte jede einzelne. In mir rang Wasser mit Feuer. Die Tür öffnete sich. Freya trat heraus. Sie ließ die Arme sinken, ihre Schultern hingen herab. Ich trat vor sie, überlegte, ob ich ihre Schulter fassen sollte. Hatte sie bestanden? „Freya, lass Dir nicht jedes Wort aus der Nase ziehen.“ Während ich diese Worte dachte, traf mich ihre Hand schmerzhaft an der Wange. Ich wich perplex zurück.
„Was ist passiert?“, fragte ich verdutzt. „Ich hab bestanden.“ Sie hatte die Worte kaum ausgesprochen, fiel sie über mich her und ihre Küsse erstickten mich fast. Er dauerte einen Moment, bis ich das verstand. Ich hielt sie von mir weg. „Bestanden?“ „Ja.“ Jetzt drückte ich sie. Wir weinten beide.
Als wir uns lösten schaute Freya zu Lena. Dabei huschte ihr Blick über den Mülleimer. Sie hatte sie auf die Prüfung vorbereitet und das letzte Jahr immer wieder mit ihr geübt. „Glückwunsch zu Freiheit, liebe Freya. Jetzt kannst Du tun, was Du magst.“ Freya warf mir einen Blick zu. Dann schaute sie Lena an: „Mach mir ein Angebot!“Lena grinste und holte einen zweiten Apfel aus der Tasche. Diesmal war es ein Granatapfel und sie hatte noch etwas. Sie hielt ihr einen goldenen Ohrring hin. „Zum Golde drängts, am Golde hängt doch alles.“, sagte sie verführerisch. „Lässt Du Dich vom goldenen Kalb verführen?“ Freya blickte sie an, zögerte. Ich war völlig gespannt. Sie griff nach dem Ring, was Lena mit „Ich wusste es“, kommentierte.Sie schaute Lena an: „Darf ich Jessi noch einmal drücken?“ Lena machte eine entsprechende Geste.
Freya trat auf mich zu. Wir drückten einander. Dann trat sie zurück zu Lena, die eine Zange in der Hand hielt und ihr das Loch stach. Daran wurde der Ring befestigt.
Freya blickte mich an. Ich drehte mich um und verließ den Raum. Als die Tür zufiel, hörte ich Freya qualvoll schreien. Sie hatte gewählt. Für oder gegen mich? Sie hatte mir eine Ohrfeige gegeben. „Für drei Jahre in Lenas Hand ist das ok.“, meinte ich später zu Lui. „Der Vertrag gilt aber für immer!“ „Nur ein Narr wählt für immer.“

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