24 Stunden in Leder
24 Stunden in Leder
Lena, Mic, Mime, Freya, Lui und ich hatten einen schönen Tag an der Elbe in Lauenburg. Eigentlich wollte ich da gar nicht hin, aber ich hatte Sehnsucht nach meiner früheren Sklavin, und außerdem begannen heute Abend die drei Jahre, die Freya bei Lena sein sollte.Ich hatte Freya vor sieben Jahren bei mir aufgenommen und sie hatte bei mir ihr Studium der Rechtswissenschaften gemacht und sollte bei Lena, der Rechtsanwältin in der Kanzlei arbeiten und ihren Doktor machen. Ich vermisste Freya schon jetzt, denn sie war mit 18 bei mir ins Bordell die Lieblingsfalle gestolpert, mit neunzehn bei mir und meinem Narren eingezogen und ich hatte versucht, sie „die strenge Hand von Herrin Jessi“ spüren zu lassen. Man nimmt sich ja nichts vor. Auch ich hatte viel von ihr gelernt.Wir hatten an der Tür geklingelt und mussten nur ein paar Sekunden warten, bis uns eine strahlende Freya öffnete. Es war gegen Mittag und Freya blickte mich an. Ich hätte sie am liebsten in die Arme geschlossen und erdrückt, aber Freya machte keine Anstalten dazu und ich musste mich anstrengen, um nicht aus der Rolle zu fallen. „Ich freue mich sehr, dass Ihr da seid, kommt rein.“ Ihre Miene war schwer zu deuten, und ich wusste es nicht recht einzuordnen. Am liebsten hätte ich sie erdrückt, aber Freya sah aus, als wäre das verkehrt.Wir betraten das Haus, das Lena eben erst gekauft hatte. Freya nahm uns die Jacken ab und führte uns ins Wohnzimmer, in dem Lena, Mic und Mime saßen. Lena stand auf und trat auf mich zu. Sie reichte mir die Hand, zog mich an sich und drückte mich kurz. Lui tippte sie leicht gegen die Schulter. „Na, brichst Du unter der Last von Jessis voller Aufmerksamkeit schon zusammen?“ „Geht so.“, knurrte er, worauf ich ihm einen leichten Schlag hinter die Löffel gab. „Was heißt hier ‚geht so?‘“ „Das mein ich.“, sagte er halb zu Lena und halb zu mir. Ich ließ seine Frechheit unbeantwortet und begrüßte Mime, die etwa 20 Jahre älter war als wir. Wir kannten uns seit Kindertagen, hatten aber nie übermäßig viel Kontakt zueinander. „Du hast wirklich Berlin verlassen?“, fragte ich ungläubig. Mime grinste. „Ich habe Lena vermisst und wenn Du sie nach Hamburg holst, komm ich halt mit.“ „Moment, das hier ist nicht Hamburg.“, korrigierte ich sie, worauf wir beide lachten. Mime blickte zu Freya und ihr Schmunzeln hielt sich: „Stimmt, denn dann wäre sie in Ketten.“ Ich grinste: „Du kennst Dich aus?“ Mime stieß mir gegen die Schulter. „Lena hat mich auf dem Laufende gehalten. Schön Dich nach so vielen Jahren wieder zu sehen.“ Ich biss mir auf die Lippen. „Tschuldigung.“ „Über 30 Jahre, Du hättest ruhig mal schreiben können.“ „Aber Du bist Mime, nicht Mame.“, flötete Lui und ich gab ihm einen Tritt. Das eine bedeutete Tante und das andere Mutter. An meine Mutter wollte ich in diesem Moment eigentlich nicht denken. Ich verscheuchte den Gedanken. Ich schaute Lui giftig an und Mime holte mich zurück. „Diesen Blick hattest Du früher ganz selten.“ Ich vergaß Lui sofort wieder und wandte mich Mime zu. Wir setzten uns auf das Sofa und waren fast sofort in ein Gespräch vertieft, aus dem mich hin und wieder Lena holte, indem sie nach dem ein oder anderen Getränk fragte. Freya bediente uns hier und die Zeit verging wie im Flug. Wir waren mittags gekommen und die Uhr rückte vor. Gegen zwei Uhr klingelte Lena mit einer Glocke und alle blickten auf. „Wir machen jetzt einen Ausflug.“
Es ging hinunter an die Elbe zu den Lauenburger Auwiesen, von wo ein Pfad zur Westspitze der Insel in der Elbe führt, von wo der Elbe-Lübeckkanal abbiegt. Dort gingen wir nach vorne und schnitten uns an einer Stelle am Eingang vom Kanal ein paar stabile Fingerdicke Äste ab. Weitere Äste fanden wir auf einem langen Spaziergang auf die Ostseite der Straße, wobei Lui hier nicht mitkonnte, da er nicht so weit laufen konnte. Was macht man mit einem Narren? Man bindet ihn an. Es folgte ein kleines Strafbondage für seine Wartezeit, die er so „genießen“ konnte.
Wir kehrten mit reichlich Beute zurück und kaum zu hause, waren wir schon wieder vertieft. Ich wollte alles von Mime wissen. „Ich denke, es wird Zeit für einen Nachmittagsimbiss.“ Ich sah, wie sich Freya aus einem Gespräch mit Lui löste, dass sie eben noch zu dritt mit Lena geführt hatten. Wir alle blickten sie an. Die Tür öffnete sich und Mic schob einen kleinen Servierwagen in das Zimmer. Als er den Deckel lüftete, sah ich einen Rinderschmorbraten in Wurzelgemüse, was Lui sofort die Nase rümpfen ließ. „Das ist mit Karotten kontaminiert, das ess ich nicht.“ „Du wirst tun, was ich Dir befehle“, flüsterte ich ihm zu. Dazu gab es Teigtaschen die lecker gebraten waren. Ich schaute Mime an. „Das sieht so lecker aus.“ Ich hätte sie am liebsten in den Arm genommen und erdrückt. „Langsam geschmortes Rindfleisch in einer dichten Zwiebel-Fleisch-Brühe mit Teigtaschen.“ Als Kind hatte ich Mime gefragt, was da so lecker riecht und sie hatte ich schmecken lassen, was ich niemandem verraten durfte. Mit Niemand war auch wirklich Niemand gemeint. Es war unser Geheimnis gewesen. Jemand anderes durfte das nie erfahren, denn Mime gehörte zu den „bösen“ Menschen. Ich hatte sie nie verraten und darauf war ich ein bisschen stolz. Ich konnte mir heute etwas zusammenreimen, warum Mime jetzt bei Lena zeitgleich mit Freya einzog, aber auch hier hätte ich nie gefragt. „Endlich ein großes Haus und ich konnte nicht nein sagen, als ich eingeladen wurde. In Berlin warten nur noch Rentner auf mich.“, hatte Mime gesagt, als ich sie gefragt hatte. Das Essen rollte herein und wir setzten uns an den Tisch. Freya bediente uns, ehe sie sich selbst setzte. Es folgte ein ausgedehntes Mahl, was sich sehr lange hinzog.
Freya und Mime standen irgendwann auf und verschwanden im Nebenraum, während mich Lena in ein Gespräch verwickelte und Mic mit Lui quatschte. „Vermisst Du sie?“, fragte mich Lena. Ich zog die Augenbrauen hoch. „Sehr. Ich liebe dieses kleine Miststück.“ Lena grinste. „Ich denke, ich mag sie auch und ich werde auf sie acht geben, das verspreche ich Dir, aber für die nächsten drei Jahre gehört sie mir.“ Ich hob mein Glas und stieß mit ihr an: „So ist der Deal.“
Die Tür ging auf und Mime trat hinein. Sie nickte mir zu und ich trat zu ihr. Sie blickte mir in die Augen. „Du kannst Dich voll und ganz auf sie verlassen.“ „Danke Mime.“ Ich sah Freya, die in ein Lederkorsett geschnürt war. Mime brachte sie ins Zimmer. Lena blickte sie an. Ihre Füße waren nackt, was Lena grinsen ließ. „Kein Verstoß.“, stellte sie fest und griff nach der Gerte. „Ich denke, sie hat heute genug Verstöße begangen und muss bestraft werden.“ Mime und ich hakten uns unter und verließen den Raum, woraufhin Lui und Mic folgten. „Mein Mann hat das ja geliebt, Gott habe ihn selig.“ „Naja, vielleicht kommst Du auch zum Zug.“ Mime schaute mich ernst an. „Aus dem Alter bin ich raus.“ „Wer weiß…“


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