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Lebend trotz Berlin (1) - Kennenlernen

Kennenlernen Wir betraten die Bar. Es war gegen 11 in einem Vorort von Montreal, der zweitgrößten französischsprechenden Stadt der Welt. Ich musste gestehen, ich verstand kein Wort Französisch bis auf das, was ich in 10 Stunden Schulunterricht aufgeschnappt hatte. Und das war nicht viel. Bob neben mir war Kanadier und wir waren uns in einem überfüllten McDonald über den Weg gelaufen. Ich hatte ihn gefragt, ob ich mich zu ihm setzen könne, weil alle anderen Tische belegt waren. Daraus war ein nettes Gespräch geworden, wir waren schließlich hier gelandet. In einer etwas zwielichtigen Kneipe. Ob er sie kannte, wusste ich nicht. Ich hatte da so meinen Verdacht, aber sicher war ich mir nicht.  Die Bardame war eine recht hübsche Frau in meinem Alter. Sie trug lange schwarze Haare, die sie sich über die Schulter gestrichen hatte. Ohne Spange, ohne Band. Sie trug ein Kleid, was ich heute in die Fetischszene stecken würde. Aber damals wusste ich es nicht recht einzuschätzen. Sie kam zu unserem Tisch: “Eh bien messieurs” Bob gab eine Antwort aus der ich nur “Sauvignon Blanc” heraus hörte. Die Dame schaute mich an. Ich nickte nur. “Kann ich sonst noch etwas für Sie tun?”, fragte die Dame auf englisch, wohl bemerkend, dass ich des französischen nicht mächtig war. “Haben Sie vielen Dank.” Die Frau verschwand und kam mit zwei Gläsern und einer Flasche Wein zurück, die sie vor uns hinstellte. Sie ließ sich etwas grazil auf den dritten Stuhl plumsen. “Das macht 100 Dollar.” Bob griff ohne zu zögern in sein Portemonnaies und zog 200 Dollar hervor.  Etwas, dass ich so nicht getan hätte, aber es schien ihm nicht weh zu tun. Ich wusste noch nicht, wer er war. Halt jemand, den man bei McDoof trifft. Er reichte ihr die beiden Scheine, so dass kein Zweifel daran bestand, was er meinte. “Oh danke.”, meinte die Frau. “Ich bin Bob, das ist Lui. Wie heißt Du?” “Jessica” “Gott schaut, Gott achtet!”, entfuhr es mir, und die Frau blickte mich an: “Das ist richtig, woher…” “Nun, ich schreibe Romane und weiß gerne, was die Namen meiner Helden bedeuten.” Jessica biss sich auf die Lippen. “Das klingt interessant.” Sie machte eine kurze Pause. “Leider muss ich Euch etwas enttäuschen. Wir schließen in einer halben Stunde! Die Damen sind schon nach hause gegangen.” “Oh, das macht nichts.”, meinte Bob, “wir wollten auch nur den Abend ausklingen lassen.” “Und dafür kommt Ihr hierher?” Über Bobs Gesicht huschte ein Grinsen. “Ja warum den nicht.” “Schön dass Ihr da seid.” Sie machte eine Geste, die mich faszinierte. Dann wollte sie wieder aufstehen, doch Bob meinte: “Wenn Du sowieso gleich Feierabend hast, warum bleibst Du Dich nicht bei uns?” Widerstrebend ließ Jessica sich auf den Stuhl zurück fallen. Sie sah erst Bob und dann mich an. “OK Jungs.” Ich stand auf: “Darf ich Dir ein Glas holen?” “Nicht hinter meinen Tresen!” Ich ging um die Bar herum und angelte mir von der Seite ein Weinglas, was ich vor sie stellte. Sie hatte genau beobachtet, was ich tat.  Bob goß ihr ein Glas von dem Wein ein. “Cheers!” Jessica hatte sich auf meine Seite gesetzt. “Ich hab Euch hier noch nie gesehen.” “Lui ist gerade auf einen kleinen Besuch aus Europa und ich dachte, ich zeige ihm mal was?” Jessica gab ein Kichern von sich, hielt sich die Hand vor den Mund. “So so, aus Europa. Wo denn da?” “Hamburg!” Sie überging die Antwort. Sie griff nach ihrem Glas und nahm einen winzigen Schluck. “Oh, den mag ich.”  “Ich komm hier aus der Gegend.” , war Bobs Stimme zu hören, der merkte, dass das Gespräch zu stocken schien. “Kennt Ihr die Räumlichkeiten? Ich meine, es ist etwas spät für eine Session, aber vielleicht habt Ihr ja Lust, wieder zu kommen.” Sie sah erst Bob und dann mich an. “Geht ihr beiden nur.” “Und schön sitzen bleiben. Ich bin hier nicht so allein, wie es ausschaut.” Bob hob die Hände. “Ich fasse nichts an.” Jessica führte mich zu einer Treppe, die wir hinauf stiegen. Ihr Blick glitt zu einer Tür: Das Rote Zimmer. Sie öffnete sie und mir kam ein gummiartiger Geruch entgegen. Nein, Gummi war nicht das richtige Wort. “Hamburg?” fragte sie und ich antwortete wie üblich auf Englisch. “Und wie lange bist Du jetzt in Kanada?” “4 Wochen, und ich habe noch eine.” “Und dann?” Ich zuckte mit den Achseln. “Dann werde ich sehen, was ich tue.” “Und was willst Du noch tun?” “Ich will direkt ins Herz.” “Ins Herz?” “Ja ins Herz von Kanada.” “So so. Und was willst Du dort tun?” “Das glaubst Du mir eh nicht.” Wir waren in den Raum getreten. Ich sah mich interessiert um. Jessica hatte plötzlich eine Gerte in der Hand. Sie berührte damit meine Schulter. “Kann man Dir den trauen?” Ich grinste nur.  “Runter auf die Knie!” Ich gehorchte. “Meinst Du Bob hat Zeit, dass er ein bisschen warten kann?” “Ich denke schon.” Sie schritt um mich herum. Der Rohrstock glitt durch ihre Hände und gab ein schlagendes Geräusch von sich. “Du scheinst ein interessanter Typ zu sein aus Good Old Germany.” “Danke.” Wieder schlug sie mit dem Stock in die Hand. “Würdest Du mir trauen?” Ich sah sie erstaunt an. “Nun, das weiß ich noch nicht.”, entfuhr es mir, und ich biss mir sofort auf die Lippen. Der Rohrstock traf meine Hose und wirkte sich auf meinen darunterliegenden Arsch aus. “Vertrauen ist aber das wichtigste in diesem Geschäft.” Wieder traf mich ein Schlag. “Ja das stimmt.” Ein dritter Schlag traf meine Hose. “Zieh Deine Büx runter!” Ihre Worte überraschten mich, denn sie waren plötzlich in einem akzentfreien Deutsch. Ich schaute sie überrascht an. “Berlin.” Pause “Nun mach schon!” Ich öffnete meine Hose. “Du kommst aus Berlin?” Ihre Hand glitt zu meinem Arsch herab. “Lange her, und nicht wichtig!” “Aber…” “Ich sagte nicht wichtig!” Ihre Stimme ließ keinen Widerspruch zu. Langsam schob ich die Hose herab. Ihre Finger glitten über meinen Po.  Sie waren warm. “Würdest Du mich mitnehmen?” “Wohin?” “Ins Herz!” “Du kennst mich doch überhaupt nicht.” Ihre flache Hand traf meinen Arsch. “Ich kenne Bob!” “Hä?”, entfuhr es mir. Wieder ein Schlag. “Glaubst Du, ich lasse jemanden oben allein im Laden, dem ich nicht vertraue?” Mir schwarnte etwas. “Und glaub mir, er würde Dich an jedem Ort der Welt finden! An jedem!” Sie streichelte sanft über meinen Hintern, dann folgte der nächste Schlag. “Oder hast Du Angst?” “Muss ich mir dann Sorgen machen?”  Sie trat um mich herum. Griff mein Kinn. “Wenn Du lieb bist nicht.” Ihr Daumen öffnete mir die Lippen und glitten in meinen Mund. Ich musste an den Club der Toten Dichter und Robert Frost denken: "Zwei Wege boten sich mir dar, und ich nahm den, der weniger betreten war, und das veränderte mein Leben." Wohin würde mich mein Weg führen? Sollte ich sie mitnehmen?  Sie gab mir eine Ohrfeige. “Hey, hier spielt die Musik! Du bist mir zu sehr mit Träumen beschäftigt.” Sie trat um mich herum. Ihre Hände begannen, meinen Hintern zu massieren. Dann wieder ein kräftiger Schlag, der mich fast zerriss. Ihre Hände wechselten sich mit dem Stock ab. Ich genoss und ich litt. Das erste Mal durch sie.  Nach 50 Schlägen hörte sie auf und befahl mir, mich wieder anzuziehen.  Wir gingen in den Gastraum hinauf, wo Bob inzwischen den Rest der Flasche geleert hatte. Als er mich sah, grinste er. Jessica trat zu ihm und nahm seine Hände. “Ich brauche 10 Tage Urlaub! Bitte bitte!” Sie machte einen Knicks vor ihm. Bob schaute mich an: “Wenn Jessica was passiert, bist Du ein toter Mann.” Ich schluckte. Er blickte die Frau an. “Meinst Du wirklich?” “Wir reisen nur zusammen.” “Wohin?” “Nach Norden!”, entschied Jessica. Bob wandte sich an mich: “Krümmst Du Jessi auch nur ein Haar, krümme ich Dir Deins! Viel Spaß Euch beiden. Und melde Dich täglich bei mir Jessi!”  Jessica fiel ihm um die Hals. “Danke”. “Ich wusste, als er mir von seinen Plänen erzählte, dass ist genau der Reisebegleiter, den Du suchst.” “Abgekartetes Spiel!” Bob blickte mich an. “Ja klar. Was hast Du denn geglaubt? Als ich von Deinen Plänen hörte, dachte ich sofort an Jessi.”

 
 
 

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